
FW · 3 Jahre, ohne Matura
In drei Jahren zum Profi.
Die Fachschule für wirtschaftliche Berufe mit Berufsorientierung: kompakt, praxisnah, mit zwei Lehrabschlüssen — und ohne Mathematik als eigenes Fach.
- Dauer
- 3 Jahre
- Abschluss
- Abschlussprüfung
- Praktikum
- mind. 8 Wochen
- Inklusive
- 2 Lehrabschlüsse
Überblick
Worum es hier geht.
Drei Jahre, ein Abschluss, zwei Lehrberufe: Die Fachschule für wirtschaftliche Berufe mit Berufsorientierung bringt dich auf dem direkten Weg ins Berufsleben — und lässt dir trotzdem alle Türen offen.
Der Schwerpunkt liegt auf einer gesunden Mischung aus Theorie und Praxis: Grundwissen in Pflege, Psychologie, Gesundheit, Soziales und Wirtschaft, dazu eine professionelle gastronomische Ausbildung in Betriebs- und Schulküche mit Service. Fünf Wochenstunden Küchen- und Restaurantmanagement in jedem Jahrgang.
Wer später doch die Matura will, wechselt in eine andere Schule, hängt einen Aufbaulehrgang an oder macht die Berufsreifeprüfung. Und wer sofort arbeiten will, geht mit zwei abgeschlossenen Lehrberufen und einer Reihe von Zertifikaten aus der Schule.

Passt das zu dir?
Du bist hier richtig, wenn …
- du nach drei Jahren einen Beruf in der Hand haben willst.
- du lieber mit den Händen als nur aus dem Buch lernst.
- du verschiedene Berufsfelder kennenlernen willst, bevor du dich festlegst.
- du Wirtschaft praktisch lernen willst — in einer echten Schulfirma.
- Mathematik als eigenes Fach nicht deins ist.
Was dich erwartet
Vier Schwerpunkte, ein Weg.
Praxis von Anfang an
Fünf Wochenstunden Küchen- und Restaurantmanagement in jedem Jahrgang, in Betriebs- und Schulküche mit Service. Dazu Betriebsorganisation mit Übungen.
Wirtschaft und Büro
Betriebswirtschaft, Rechnungswesen und wirtschaftliches Rechnen, Officemanagement, Recht und die Wirtschaftswerkstatt — inklusive „Junior Company light“, einer eigenen kleinen Schulfirma.
Berufsorientierung
Berufsfelder kennenlernen, Stärken entdecken, Bewerbungen schreiben — und im Pflichtpraktikum ausprobieren. Dazu Psychologie und die Heimhelferausbildung mit Praxisstunden im Altenwohn- und Pflegeheim.
Persönlichkeit und Team
Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikation als verbindliche Übung, individuelle Betreuung in kleinen Gruppen und ein familiäres Lernumfeld.
Stundentafel
Was auf dem Stundenplan steht.
Alle Pflichtgegenstände mit Wochenstunden je Jahrgang — direkt aus der offiziellen Stundentafel.
| Gegenstand | 1. Klasse1. Kl. | 2. Klasse2. Kl. | 3. Klasse3. Kl. |
|---|---|---|---|
| Religion und Ethik | |||
| Religion / Ethik | 2 | 2 | 2 |
| Allgemeinbildung, Sprache und Kreativität | |||
| Deutsch | 4 | 2 | 3 |
| Englisch | 3 | 3 | 3 |
| Geschichte und politische Bildung | – | 2 | 2 |
| Naturwissenschaften | 2 | 2 | 2 |
| Psychologie | – | – | 2 |
| Musik, Bildnerische Erziehung und kreativer Ausdruck | 2 | 2 | 2 |
| Gesundheit und Soziales (schulautonom) | 2 | 2 | 2 |
| Wirtschaftliche Grundlagen und Zusammenhänge | |||
| Volkswirtschaft und Wirtschaftsgeografie | 2 | 2 | – |
| Betriebswirtschaft | 1 | 2 | 2 |
| Rechnungswesen und wirtschaftliches Rechnen | 3 | 3 | 3 |
| Recht | – | – | 2 |
| Officemanagement und angewandte Informatik | 3 | 2 | 2 |
| Ernährung, Gastronomie und Hotellerie | |||
| Ernährung | – | 3 | – |
| Küchen- und Restaurantmanagement | 5 | 5 | 5 |
| Betriebsorganisation (mit Übungen) | 1 | 1 | – |
| Praxis und Bewegung | |||
| Wirtschaftswerkstatt | 1 | 2 | – |
| Bewegung und Sport | 2 | 2 | 1 |
| Gesamtwochenstunden | 35 | 37 | 33 |
Fachschule für wirtschaftliche Berufe mit Berufsorientierung
- Verbindliche Übung: Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikation in der 1. Klasse.
- Pflichtpraktikum: mindestens 8 Wochen zwischen der 2. und 3. Klasse, dafür verkürztes Schuljahr in der 2. Klasse.
- Ohne Mathematik als eigenes Pflichtfach — gerechnet wird im Rechnungswesen.
- Dazu kommen Freigegenstände, unverbindliche Übungen und Förderunterricht.
Zusatzqualifikationen
Mehr als das Zeugnis.
Zertifikate und Abschlüsse, die teils im Unterricht inkludiert sind, teils freiwillig dazukommen.
- Abgeschlossene Ausbildung
Heimhelfer/in
Mit Praxisstunden im Altenwohn- und Pflegeheim und im Pflichtpraktikum. Durch die Kooperation mit der SOB Pinkafeld ist ein Upgrade zur Pflegeassistenz möglich.
- Schulfirma
Junior Company light
Ein Schuljahr lang eine eigene kleine Firma: Produkt entwickeln, produzieren, bewerben, verkaufen und abrechnen.
- Zertifikate
Erste Hilfe, Baby-Fit, Kindernotfall und Pflege-Fit
Vier Kurse, die im Ernstfall zählen: lebensrettende Sofortmaßnahmen — die Bestätigung gilt auch für den Führerschein —, die Betreuung von Babys und Kleinkindern, richtiges Handeln bei Notfällen mit Kindern und die Pflege von Angehörigen nach Unfall oder Krankheit.
- Zertifikat
Vegan-vegetarische Fachkraft
Wir bilden vegan-vegetarisch aus: Warenkunde, Nährstoffe, Küchentechnik und eine eigene Prüfung in Theorie und Praxis. Damit kochst du für eine Küche, die längst Standard ist.
- Praxis
Patisserie
Torten, Pralinen, Desserts und feines Gebäck: In der Lehrküche lernst du die Techniken der Patisserie — von der Spiegelglasur bis zur Schokoladenarbeit.
- Zertifikat
Jungsommelier / Jungsommelière
Vom Weingarten bis ins Glas: Rebsorten, Regionen, Verkostung und die richtige Empfehlung am Tisch. Praxis gibt es bei Exkursionen zu Winzerinnen und Winzern in der Region.
- Zertifikat
ICDL — Internationales Zertifikat für digitale Kompetenzen
Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Online-Sicherheit und Präsentation — weltweit anerkannt und in jeder Bewerbung ein Argument.
Praxis und Praktikum
Acht Wochen echte Arbeit
Mindestens acht Wochen Pflichtpraktikum zwischen der 2. und 3. Klasse — dafür ist das Schuljahr in der 2. Klasse verkürzt. Ein Auslandspraktikum über Erasmus+ ist ebenfalls möglich.
Wo unsere Schülerinnen und Schüler arbeiten
- Gastronomie und Hotellerie
- Alten- und Pflegeheime
- Ordinationen und Gesundheitsbetriebe
- Handel, Verwaltung und Sekretariate
Und danach?
Beruf, Studium — oder beides.
Sofort ins Berufsleben
- Bürokaufmann / Bürokauffrau (Lehrabschluss inklusive)
- Restaurantfachmann / Restaurantfachfrau (Lehrabschluss inklusive)
- Anrechnung eines Jahres als Koch / Köchin
- Gesundheit, Soziales und Pflege
- Gastronomie, Hotellerie und SPA-Resorts
- Verkauf, Versicherung, Reisebüro und Sekretariat
Weiterstudieren
- Aufbaulehrgang zur Reife- und Diplomprüfung
- Berufsreifeprüfung für uneingeschränkten Studienzugang
- Lehre mit Matura, teilweise verkürzt
- Upgrade zur Pflegeassistenz (Kooperation SOB Pinkafeld)
- Unternehmer- und Befähigungsprüfung
- Verkürzte Lehrzeiten in verwandten Lehrberufen
Aufnahme
In drei Schritten zum Platz.
Kennenlernen
Komm zum Tag der offenen Tür oder vereinbare einen Schnuppertag. Du sitzt einen Vormittag im Unterricht mit und siehst, wie der Alltag hier wirklich aussieht.
Schnuppertage im Dezember und Jänner
Anmelden
Den Anmeldebogen findest du im Servicebereich. Dazu kommen die Schulnachricht der 4. Klasse und die Geburtsurkunde. Wir helfen beim Ausfüllen, wenn etwas unklar ist.
Anmeldefrist im Februar
Aufnahme
Bei einem „Nicht genügend“ oder einer nicht erfüllten Voraussetzung in Deutsch, Englisch oder Mathematik gibt es eine Aufnahmeprüfung. Übungsbeispiele stellen wir zum Download bereit.
Zusage im Frühjahr
Voraussetzungen
- Positiver Abschluss der 8. Schulstufe
- Bei Bedarf Aufnahmeprüfung
- Anmeldebogen, Schulnachricht der 4. Klasse und Geburtsurkunde
- Einjährig mit Inklusion für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf
Häufige Fragen
Gut zu wissen.
Was uns am Tag der offenen Tür am häufigsten gefragt wird.
Kann ich später noch die Matura machen?
Ja, auf mehreren Wegen: mit einem Aufbaulehrgang zur Reife- und Diplomprüfung, über die Berufsreifeprüfung oder mit einer Lehre mit Matura. Der Fachschulabschluss ist keine Sackgasse.
Stimmt es, dass es keine Mathematik gibt?
Es gibt kein eigenes Pflichtfach Mathematik. Gerechnet wird im Rechnungswesen und wirtschaftlichen Rechnen — also dort, wo du es später tatsächlich brauchst.
Welche Lehrabschlüsse bekomme ich?
Bürokaufmann bzw. Bürokauffrau und Restaurantfachmann bzw. Restaurantfachfrau. Dazu wird dir ein Jahr als Koch bzw. Köchin angerechnet.
Was ist mit sonderpädagogischem Förderbedarf?
„Einjährig mit Inklusion“ ermöglicht einen Schulabschluss unter Berücksichtigung individueller Bedürfnisse, mit inkludierter individueller Betreuung.
Warum ist das Schuljahr in der 2. Klasse kürzer?
Weil dann das Pflichtpraktikum von mindestens acht Wochen zwischen der 2. und 3. Klasse liegt. Du verlierst keine Zeit, sondern verlagerst sie in den Betrieb.
Nächster Schritt
Neugierig auf Fachschule?.
Komm zum Schnuppertag und sieh dir an, wie der Alltag hier wirklich aussieht. Ein Vormittag reicht, um zu merken, ob es passt.